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Gerd Spiekermann „Wiehnachtsstreß“ 
Plattdeutsche Geschichten mit Gerd Spiekermann in Hechthausens Ostekrone
Am Samstag, dem 26.11. geht es beim Kulturkreis Hechthausen mit Platt weiter: Um 20.00 Uhr gastiert der aus der Hörfunk-Reihe „Hör mal`n beten to" bekannte Gerd
Spiekermann in der Ostekrone.
Über den allen vertrauten „Wiehnachtsstreß“ hat der beliebte und bekannte plattdeutsche Erzähler viel zu erzählen. Auch in Hechthausen wird Spiekermann über die
Ereignisse des vorweihnachtlichen Alltags plaudern. Seine amüsant vorgetragenen Geschichten zeichnen sich vor allem dadurch aus, daß die Zuhörer in den Anekdoten ihre
eigenen oder noch viel lieber die Marotten der lieben Verwandten wiedererkennen. Zum Vortragsabend sollte man die Taschentücher nicht vergessen. Denn bei den Geschichten von Gerd Spiekermann bleibt sicher wieder
kein Auge trocken.
Gerd Spiekermann gehört hierzulande zu den Künstlern, die man nicht vorstellen muß. Auch in Hechthausen hat er schon seinen ständigen Kampf mit den Alu-Deckeln der Joghurtbecher
geschildert, die beim Öffnen grundsätzlich einreißen, von seinem Horror als Kind vor ,;Omas Schödeldook" berichtet und den Zuhörern erklärt, warum er Frauen haßt, die ständig ein
Taschentuch in der Hand halten, Omas Sparsamkeitsfimmel mit der guten Seife sowie die ungeheizte Slovstuuv und dat iiskole Klo auf die Schippe genommen. In anschaulicher, detailreicher
und vor allem humorvoller Weise versteht es Spiekermann, die kleinen Tücken des Alltags zu schildern, die jeder schon so oder ganz ähnlich bereits erlebt haben dürfte. Alle seine Döntjes
erwecken bei den Zuhörern stets Erinnerungen an eigene Erlebnisse und werden entsprechend bejubelt. Spiekermanns Ironie ist amüsierend, nie bösartig. Das Publikum fühlt sich verstanden. Es
sind die Dinge, die passieren, die man erlebt und Situationen, in denen sich die Menschen wiederfinden. Spiekermann wurde in Ovelgönne in der Wesermarsch geboren und wuchs im elterlichen
Landgasthof auf und ist mit der niederdeutschen Sprache groß geworden. Denn dort wurde fast nur Platt gesprochen. Er studierte in Marburg und im französischen Rennes Germanistik und Politologie
. 1985 begann er beim NDR als Redakteur. Seit 1988 ist er Autor und Sprecher der Sendereihe „Hör mal ´n beten to“. Er erzählt gern Geschichten von „em un ehr“. Sein Markenzeichen sind die
plattdeutschen »Sonntakte«-Sendungen, de Klönsnack mit de Lüüd ut Stadt un Land und eben seine »Hör mal`n beten to«-Geschichten.
Gerd Spiekermann mag Hamburg, seine Wahlheimat und empfindet die Arbeit als Plattdeutsch-Redakteur bei der NDR Hamburg-Welle als seinen Traumberuf. Zweimal wurde Gerd Spiekermann
für seine plattdeutschen Erzählungen mit literarischen Preisen ausgezeichnet. Sein Kommentar: »Und das freut ein denn ja auch.«
Karten im Vorverkauf gibt es bei Elektro-Patjens/Mau und bei Golsch in Hechthausen, in der Center
-Buchhandlung in Hemmoor und beim Segelken TV-Service in Lamstedt für 9,- € (11,- € an der Abendkasse)
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