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Kultur on Tour
Kulturkreis Hechthausen besucht Rothko-Ausstellung
Am Samstag, dem 24. Mai, veranstaltet der Kulturkreis Hechthausen im Rahmen seiner Reihe „Kultur on Tour“ eine Fahrt zur Hamburger Kunsthalle. Nach der
Comedy-Veranstaltung vor Ort lädt der Kulturkreis zum Besuch einer Ausstellung des amerikanischen Künstlers Mark Rothko ein. Der Kulturkreis bietet den Teilnehmern eine sachkundige Führung durch die Hechthausener
Künstlerin Marie Schirrmacher-Meitz.
Mit der Ausstellung “Die Retrospektive“ wird den Besuchern kein alltägliches Ereignis geboten: Der amerikanische Maler Mark Rothko (1903 - 1970) ist einer der
bedeutendsten Vertreter des abstrakten Expressionismus. Angesichts der jüngsten Entwicklungen auf dem Kunstmarkt, die die Preise für Rothkos Gemälde in
schwindelerregende Höhen getrieben haben, der hohen Empfindlichkeit der Farboberflächen seiner Gemälde und der damit verbundenen konservatorischen
Herausforderungen erfordert die Realisierung der Ausstellung besonderen Einsatz und große Verantwortung gegenüber den Werken und Leihgebern. Eine vergleichbare
Gelegenheit, Rothkos Werk in dieser Dichte und Qualität zu sehen, wird sich in Europa auf lange Sicht nicht wieder bieten.
Die Ausstellung umfasst über 110 Arbeiten Mark Rothkos, davon über 60 Gemälde auf
Leinwand und mehr als 40 überwiegend großformatige Arbeiten auf Papier. Mehr als zwei Drittel der Werke sind Leihgaben aus den USA, von denen die Mehrzahl noch nie
zuvor in Deutschland zu sehen war. In der Gegenüberstellung mit ausgewählten Werken von Caspar David Friedrich und Pierre Bonnard werden die historischen
Vorläufer Rothkos deutlich und das Spannungsfeld, in dem sein Werk sich positioniert, sinnlich erlebbar. Nach seinem frühen Interesse am Surrealismus wandte sich Rothko seit etwa 1946
ganz der Abstraktion zu: In seinen „multiforms“, vielfältig gestaffelten, spielerisch angeordneten Farbfeldern, stellte er die Wirkung der Farben in ihrem Mit- und
Gegeneinander in den Vordergrund. In seiner berühmtesten Schaffensphase ordnete er seit etwa 1950 zumeist drei horizontale farbige Rechtecke mit verlaufenden Rändern
übereinander an. Wie kein Künstler zuvor stellte er die Ausdruckskraft der Farbe alleine - frei von allen erzählerischen oder figürlichen Elementen - in den Mittelpunkt
der Malerei und schuf Gemälde von einer hohen emotionalen Intensität. Rothko selbst sagte, dass es ihm um den Ausdruck der grundlegenden menschlichen Emotionen
gehe: „Ich bin kein Abstraktionist. Mich interessiert nicht das Verhältnis von Farbe oder Form oder irgend so etwas. Mich interessieren nur die grundlegenden
menschlichen Emotionen: Tragödie, Ekstase, Schicksal“
Bei eher geringer Beleuchtung und aus unmittelbarer Nähe betrachtet, entfalten die
Gemälde ihre überwältigende Kraft und Wirkung, die der Künstler mit einem religiösen Erleben verglich. Besucher der Ausstellung berichten, dass die leuchtenden,
farbintensiven und hochemotionalen Gemälde ihre Betrachter gerade im Original mit ungeheurer Wirkung in ihren Bann ziehen und bis heute nichts von ihrer nahezu
magischen Anziehungskraft verloren haben. Das Arrangement der Ausstellung bindet die Arbeiten des Amerikaners dabei in einen ungewöhnlichen Kontext ein. Zwei
historische Vorläufer markieren die malerischen Pole, zwischen denen Rothko um seine abstrakte Bildsprache ringt.
Zur Fahrt nach Hamburg treffen sich die Interessenten am 24 Mai um 9.30 Uhr am
Hechthausener Bahnhof, um mit dem Metronom bequem zur Kunsthalle anzureisen. (Abfahrt 9.49 Uhr)
Anmeldungen nimmt der Kulturkreis bis 22. Mai 2008 unter 04774 / 991090 oder
unter 04774 / 404 entgegen. Die Kosten für die Veranstaltung betragen 10 Euro für die Sonderausstellung ( Auszubildende, Studenten, Schwerbehinderte, Sozialhilfeempfänger und Erwerbslose 5 Euro ) zuzüglich Bahnfahrt. |